Juni 2026 · im Original-Wortlaut, unbearbeitet
Wenn ich als Entwickler mit der KI zu einem Projekt kommuniziere — wird die Konversation gespeichert für späteres Training, damit die KI aus Fehlern lernt, die ich im Verlauf einer Session korrigiert habe?
Gute Frage — sie hat zwei Ebenen: die rechtlich-organisatorische (wird gespeichert und fürs Training verwendet?) und die technische (lernt die KI tatsächlich aus deinen Korrekturen?).
Wird gespeichert / fürs Training verwendet?
Bei den Consumer-Plänen (Free, Pro, Max — einschließlich Claude Code über so ein Konto) gilt seit dem 28.08.2025: Neue Modelle werden mit diesen Daten trainiert, wenn die Einstellung aktiv ist — als Opt-out. Wer nichts unternimmt, ist standardmäßig dabei; die Aufbewahrung kann bis zu fünf Jahre betragen. Bei Opt-out bleibt es bei 30 Tagen ohne Trainingsnutzung.
Anders bei API-Zugang und Geschäftskonten (Claude for Work / Government / Education, API): Dort wird standardmäßig nicht fürs Training verwendet.
Lernt die KI aus deinen Korrekturen innerhalb einer Session?
Für projektübergreifendes Wissen ist Training also der falsche Hebel — dafür eignen sich CLAUDE.md, Memory oder gezieltes Wiedereinspielen, das du selbst kontrollierst.
Das ist kein Widerspruch zur Idee, dass Programmierer sich selbst abschaffen. Das „Opt-out" setzen sicher nur wenige Entwickler — so ist das bei Opt-out üblich. Bei „Opt-in" wäre es genau umgekehrt: Nur wenige würden aktiv dafür sorgen, dass ihre Daten ins Training wandern.